Der Handynacken – Wie Smartphones unseren Rücken belasten

Rückenfibel für Ihren Rücken

Warum bekommt man einen Handynacken?

Das Phänomen Handynacken begegnet mir in letzter Zeit immer häufiger. Ein mir bekannter praktizierender Osteopath erzählte mir vor Kurzem dass er Jugendliche behandelt welche aufgrund des Smartphones unter starken Beschwerden im Nackenbereich leiden. Aber wieso belastet das Smartphone den Nacken? Die Erklärung ist ganz einfach und wurde von Wissenschaftlern aus der USA ermittelt.

Enorme Kräfte

Der Kopf eines Erwachsenen wiegt zwischen vier und sechs Kilogramm. Bei Neigung des Kopfes um 15 Grad nach vorne lasten zusätzlich 13 kg auf dem Rücken. Desto stärker der Kopf nach vorne geneigt wird desto stärker ist die Belastung für den Rücken. Schauen wir auf unser Mobilgerät wird der Kopf um mindestens 45 Grad geneigt, das entspricht einer Belastung von ca. 23kg für unseren Rücken. Es ist also gar nicht verwunderlich, dass immer mehr Menschen unter Verspannungen im Nackenbereich leiden. Ca 4 Stunden täglich gucken Deutsche laut Online-Umfrage auf Ihr Smartphone. 

Hier wird deutlich, dass das Smartphone nicht nur unser Leben vereinfacht, sondern es eindeutig auch „erschwert“. Tablets und Smartphones verleiten also zu einer Fehlhaltung. Und das ist vor allem für Jugendliche problematisch, denn sie sind durch eine höhere Flexibilität der Wirbelsäule besonders gefährdet. Stundenlanges chatten, gamen oder Filme anschauen kann zu Kopfschmerzen, Nackenschmerzen und Rückenproblemen führen, vor allem wenn der Ausgleich durch regelmäßige Bewegung und Sport fehlt.

Gerne verrate ich nun ein paar Tipps gegen den Handynacken, welche ich aus „Mein großes Rückenbuch: Wie Sie Ihren Schmerz besiegen“ von Prof. Dr. med. Dietrich Grönemeyer aufgegriffen habe.

  • Nehmen Sie möglichst eine neutrale Haltung ein: also Smartphone hoch vor das Gesicht heben, das Display ist auf einer Höhe mit den Augen.
  • Senken Sie lieber die Augen als den Kopf und bringen Sie das Gerät näher vor das Gesicht.
  • Regelmäßige Pausen einlegen: Mehrere kurze Pausen sind sinnvoller als wenige lange.
  • Machen Sie zwischendurch immer wieder Lockerungsübungen für die Schultern und den Hals.
  • Schauen Sie öfter mal in die Ferne, um die Augen- und Nackenmuskulatur zu lockern und zu trainieren.
  • Achtsamer werden: Überprüfen und korrigieren Sie häufiger Ihre Haltung.

Quellen: „Mein großes Rückenbuch: Wie Sie Ihren Schmerz besiegen“ und „Rücken-Wellness“ von Prof. Dr. med. Dietrich Grönemeyer

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