Mit Weidenrinde natürlich Rückenschmerzen bekämpfen

Wie Weidenrinde, als Hilfe zur Selbsthilfe, bei Rückenschmerzen angewendet wird.

Weidenrinde:

Weidenrinde (Salix alba) gehört zu der Familie der Weidengewächse. Die Familie umfasst insgesamt 500 Arten. Allein in Deutschland finden sich 25 davon. Die Rinde der mitteldicken Äste wird vor der Blüte geerntet und getrocknet um es als Heilmittel zu verwenden. Dafür nimmt man hauptsächlich die Silber-Weide und die Purpur-Weide. Aber unter anderen auch die Schwarz-Weide (Salix Nigra z.B. im Gröeen Rücken-Balsam enthalten).

Die Weidenrinde ist das stärkste pflanzliche Schmerzmittel (Analgetikum), das wir kennen. Die Rinde enthält den Inhaltsstoff Salizin, der im Körper zu der analgetisch wirksamen Salicylsäure oxydiert. Für die medizinische Verwendung verwendet man ausschließlich Pflanzenteile die mindestens 1,5 % Salizin enthalten .

Geschichte der Weidenrinde:

Diese Heilpflanze nutzt der Mensch schon seit Jahrhunderten. Bereits in der Antike berichteten Hippokrates und Dioskurides unter anderem über die schmerzstillende (analgetische) Wirksamkeit der Weidenrinde.

Der Inhaltsstoff Salizin identifiziert man jedoch erst 1828. Eine Synthetisierung der Salizylsäure gelang 1859 dem Chemiker Hermann Kolbe. Anschließend synthetisierte 1897 der Chemiker Felix Hoffmann die Acetylsalicylsäure. Dies wurde eines der erfolgreichsten Medikamente gegen leichte bis mittelstarke Schmerzen (Aspirin).

Studien zu Weidenrinde

Das HMPC gibt in seiner Monographie von 2017 die kurzzeitige Behandlung von Schmerzen der Lendenwirbelsäule („Low Back Pain“) an. Die Linderung von Schmerzen der Lendenwirbelsäule gibt auch ESCOP (die europäische wissenschaftliche Gesellschaft für Pflanzenheilkunde) an. Zudem führt die Anwendung von Weidenrinde zu symptomatischer Linderung leichter osteoarthritischer und rheumatischer Beschwerden (ESCOP).

Die Anwendung der Weidenrinde

Die Hauptindikationen für die Anwendung von Weidenrinde sind leichte bis mittelstarke Rückenschmerzen. Außerdem Rheumatische Arthrose, Kopfschmerzen und Fieber.

Die Anwendungsmöglichkeiten von Weidenrinde bei Rückenschmerzen können äußerlich als auch innerlicher Darreichungsform sein. Äußerlich sind Wickel oder feuchte Umschläge mit Weidenrinden-Sud oder Weidenrinden-Extrakt sehr wirkungsvoll. Der Wickel soll direkt auf das schmerzende Körperteil aufgelegt werden. Dafür können Sie zum Beispiel den Gröeen Rücken-Wickel verwenden.


Weidenrinden-Tinktur

Innerlich kann man Weidenrinden-Tee oder Weidenrinden-Tinktur bei Rückenschmerzen einnehmen (erst ab 18 Jahren). Die rein pflanzliche Darreichung ist verträglicher als die Einnahme von synthetischem Salizin. Bei Rückenschmerzen können sie 30 Tropfen der Weidenrinden-Tinktur 3 mal täglich in einem Glas Wasser einnehmen.

Aber Vorsicht: Weidenrinde enthält Salicylate und sollte deshalb nicht bei Magengeschwüren, Hämophilie, Gerinnungsstörungen, Asthma oder Diabetes eingenommen werden. In der Schwangerschaft und Stillzeit sollte Weidenrinde ebenfalls nicht eingenommen werden.

HINWEIS: Weidenrinde hat, im Gegensatz zu Aspirin, keine blutverdünnende Eigenschaft, da sie keine Acetylsäure enthält.

Geschrieben von Friederike Grönemeyer, Heilpraktikerin für Pflanzenheilkunde (Phytotherapie).
Hier sehen Sie wie der Gröeen Rücken Wickel angewendet wird.

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