RÜCKEN-WELLNESS – Leseprobe

Yoga gegen Stress und Rückenschmerzen

Ein Auszug aus der Fibel von Prof. Dr. med. Dietrich Grönemeyer

WANNE, WÄRME, WICKEL – Der Dreiklang für einen schmerzfreien Rücken

Das Erste, was immer bei Rückenschmerzen zu tun ist: Dehnen der betroffenen Muskulatur mit den bekannten Dehnübungen. Turne bis zur Urne, sage ich immer: zur Vorbeugung, zur Therapie und danach. Fit bis 100 bleiben ist mein Motto. Also bewegen, bewegen und noch mal bewegen. 

Jeder Mensch benötigt aber unbedingt auch ein ganz- heitliches Notfall-Rückenschmerz-Set. Ein warmes entspannendes Ölbad gehört für mich ebenso dazu wie ein wärmender Kräuter-Balsam, der Haut und Muskeln verwöhnt. Danach ein kuscheliger Wickel, der alles zusammen – Wärme, Duftaromen und Pflanzenbestandteile – zur endgültigen Tiefenentspannung komponiert. Mit dem Wickel zur wohltuenden Relax-Regeneration geht es ins Bett oder auf die Couch. Mehrere Tage lang. Herrlich! 

“SICH ENTSPANNT UND GEBORGEN FÜHLEN WIE EIN BABY, EINGEWICKELT IN MUTTERS ODER VATERS ARMEN… SO SOLLTEN WIR UNS FÜHLEN. DAS IST DOCH BESSER ALS JEDE PILLE!“

Ein Auszug aus der Rücken-Wellness Fibel von Prof. Grönemeyer

Das entspannende Wannen-Bad 

Wir wissen alle, wie gut uns Wärme tut, doch die wenigsten nutzen sie zur Entspannung bei Schmerzen. Einen heißen Duschschauer auf die schmerzende Stelle des Rückens gebracht und danach gemütlich in ein wohltuendes Entspannungsbad legen, ist das Beste, was Sie für sich selbst gegen Rücken- oder Nackenschmerzen zur Therapie tun können. Seien Sie doch Ihr eigener „Kleiner Medicus“ und machen es einfach so, wie es Oma, Opa, wie es uns unsere Vorfahren schon seit dem Altertum gelehrt haben. 

Deshalb einfach die Wanne mit 38.5-39 Grad warmem Wasser füllen und 2 Esslöffel Entspannungs-Öl hineingeben. Wer es heißer mag, möge heißeres Wasser langsam nachlaufen lassen. Am besten fühlen Sie vor dem Einsteigen mit dem nackten Ellenbogen – so wie man es auch mit Babys vor dem Baden tut, ob die Temperatur genehm ist. Dann ungefähr 15 Minuten ganz entspannt im Wasser „schweben“. DAS TUT SO GUT! Zum Ende langsam die Wanne verlassen. Setzen Sie sich beim Aussteigen vielleicht noch zur Kreislaufstabilisierung kurz auf den Rand. Anschließend oder beim Sitzen auf dem Wannenrand pitschepatsche nass den vorbereiteten Wickel anlegen oder angelegt bekommen, in einen Bademantel oder ein großes Tuch einmummeln und ab ins Bett. Alternativ können Sie sich auch im Bett oder auf einer Couch auf den vorbereiteten Wickel legen. Kissen unter den Kopf, in eine Decke einwickeln und ganz entspannt „reeeelaxen“! 

“ACHTUNG! Die meisten Rückenschmerzen müssen nicht operiert werden. Aber: Bei Schmerzen in den Armen oder Beinen müssen Sie zum Arzt. Bei starken Schmerzen, Schmerzzunahme oder Lähmungen sofort!“

S. 50 – 51

Wickeln – seit Urzeiten praktiziert 

Gewickelt wurde schon immer, solange es uns Menschen gibt: um zu heilen, um Schmerzen zu lindern oder gegen Entzündungen. Mit Blüten, Blättern oder Wurzelstückchen, die auf schmerzende Rücken, Gelenke, Bauch, Muskeln oder Wunden gelegt wurden. Später nutzten die Heiler Kompressen oder Pflanzenextrakte, vermutlich befestigten sie diese mit Fellen, großen Pflanzenblättern oder mit Wolltüchern. Die bedeutsamsten Wickel kennt jeder von uns von den Ägyptern. Diese entwickelten damals eine ausgeklügelte Wickeltechnik und wirksame Methoden zur Balsamierung. Dazu nutzten sie heilsame Salben und Essenzen wie Weihrauch, auch zur Mumifizierung. Die alten Ägypter glaubten nämlich an die Wiedergeburt von jedem von uns. Deshalb müsse der Körper unversehrt bleiben, damit ihn die Seele wiederfinden könne. Ein grundsätzlich schöner und auch früher ökologischer Gedanke zum behutsamen Umgang mit uns selbst und unserem Körper-Geist. Wickelwissen von Kopf bis Fuß und enorme Schätze der Pflanzenheilkunde dazu haben uns die alten Heilerinnen und Medizinmänner vermacht. Dies gilt es zu nutzen und weiterzuentwickeln, weil es auch heute noch und in Zukunft den Menschen helfen wird! 

“DAS WISSEN VON GESTERN KANN DAS KNOW HOW VON MORGEN SEIN!“

Rücken-Wellness von Prof. Dr. med. Dietrich Grönemeyer

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